Wo heute schrille Schreie und das Rauschen von Wassermassen die Luft erfüllen, herrschte vor über einem Jahrzehnt noch eine fast unheimliche Stille. Dort, wo einst Delfine ihre Bahnen zogen, kündigte sich 2010 ein Ungeheuer an, das die deutsche Freizeitpark-Landschaft für immer verändern sollte.

Die Ruhe vor dem Sturm

Es begann mit einem Gerücht. 2008 ließ der damalige Geschäftsführer Hannes Mairinger in einem Interview beiläufig fallen, dass für 2010 eine Großachterbahn geplant sei. Doch das Jahr kam und ging, ohne dass sich ein Kran bewegte. In den Fanforen brodelte die Gerüchteküche: War das Projekt gestorben?

Doch pünktlich zur Saisoneröffnung 2010 fiel der Vorhang oder besser gesagt, der Bauzaun wurde hochgezogen. Um die alte Delfinariumsfläche und den großen See herum begannen die Arbeiten. Riesige Spundwände wurden in den Seeboden gerammt, um den Bereich trockenzulegen. Etwas Gewaltiges nahm seinen Lauf.

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Schweizer Präzision

Anfang August gab es im Heide Park Forum die erste Meldung über Schienen auf dem Betriebshof. Der Park bestätigte dies kurze Zeit später und gab auch bekannt, dass es sich um die Schienen für einen Dive Coaster von B&M für die Saison 2011 handeln würde.

Ende September ging es dann auch auf den Baustellen weiter. Der Belag vom abgetrennten Seeteil wurde abgetragen. Dort wo heute das Pumpengebäude steht, klaffte ein großes Loch und es wurden erste Bodenplatten gegossen. Diese wurden später verschalt und mit Beton aufgegossen. Bei Big Loop wurden erste Markierungen für die Fundamente des Immelmanns gesichtet. Auf der ehemaligen Delfinariumsfläche haben die Planierarbeiten für das spätere Stationsgebäude und die Warteschlange begonnen.

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Im Oktober nahmen die Bauarbeiten auf der Baustelle an Fahrt auf. Überall wuchsen Fundamente aus dem Boden. Die Vorarbeiten für den Kanal, durch den der Zug später durch den See fahren wird, hatten begonnen. Auf der Rasenfläche vor dem Restaurant Panorama wurde die Grasnarbe entfernt und mit den Erdarbeiten für die riesigen Fundamente für den späteren Lift begonnen.

Sturz in den Schlund der Bestie: Die Geburtsstunde von Deutschlands erstem Dive Coaster

Am letzten Saisonwochenende folgte dann die spektakuläre Bekanntgabe von Krake. Bei der letzten Maya Show am Abend der Halloween Nights wurde in einer aufwändigen Inszenierung der Mississippidampfer "Peter Pan" mit Pyroeffekten im großen See versenkt. Danach folgte auf einer Leinwand ein kurzer Trailer der mit der Einblendung des Namens "KRAKE" endete.

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Stahl, Beton und eine Hochzeit

Nachdem der Heide Park Ende Oktober in die Winterpause gegangen ist, sind auf der Baustelle vor allem die Vorarbeiten für das Gießen der Fundamente für die Station und der großen Bodenplatte im abgetrennten Seeteil getroffen worden. Ende November wurden dann mit Hilfe zweier riesiger Betonpumpen die 2.500 m² und 30 cm dicke Betonplatte und das Stationsfundament auf der Delfinariumsfläche gegossen. Rund um die Uhr floß der Beton an diesen Tagen durch die riesigen, 30 cm dicken Schläuche der Betonpumpen, von denen es in Deutschland nur sechs Stück ihrer Art gibt. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der frisch gegossene Beton mit Wärmeschutzfolie überzogen, damit dieser nicht vom Frost beschädigt wird.

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Im Februar 2011 war es so weit: „Hochzeit“ im Heide Park. Der erste der drei massiven Wagen wurde auf die Schienen gesetzt. Kurz darauf folgte der Schienenschluss in 41 Metern Höhe. Die Skyline des Parks hatte ein neues, bedrohliches Wahrzeichen erhalten.

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Feierliche Eröffnung

Wieder einen Monat später war es dann endlich soweit: Krake wurde eröffnet! Zusammen mit Jimi Blue Ochsenknecht machte Heide-Park Geschäftsführer Hannes Mairinger die erste Fahrt auf Krake, bevor die Bahn am Nachmittag für die Öffentlichkeit geöffnet wurde.

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Der Bau im Zeitraffer

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Klicke oben auf das Bild um den Zeitrafferfilm zu öffnen. Nach einer kurzen Ladezeit öffnet sich der Film (ca. 7,5 MB).
Der Heide-Park hat während der Bauzeit von Krake regelmäßig Bilder veröffentlicht, die vom Aussichtsturm aufgenommen wurden. Wir haben die Bilder hintereinander gelegt und daraus einen Zeitrafferfilm gemacht. Viel Spaß beim ansehen! 

Weiterführdene Links

KRAKE: Eine Großachterbahn für den Heide Park - die ausführliche Baudokumentation in unserem Baublog

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